Bei den Honig-Machern

Fleißiger als sie ist kaum ein Lebewesen. Ein Besuch in einem bergischen Bienenstock bringt
spannende Einblicke in eine faszinierende Welt.

Bienen vs Wespen: Wo ist der Unterschied?
Ganz klar: Wespen sind gelb-schwarz, Bienen braunschwarz. Und: Bienen haben einen Rüssel am Kopf,
Wespen dagegen ein Greifwerkzeug. Einen Bienenstachel soll man zudem nicht rausnehmen, sondern
rauskratzen, weil er sonst hängen bleibt.
Das Volk hat die Macht Bei den Bienen hat das Volk die Macht. Unliebsame Königinnen werden ihres Amtes enthoben, neue Königinnen züchten die Bienen sich gleich selbst. Die Bienen arbeiten komplett autark. Ihre Waben
legen sie in einem vorgefertigten Rahmen selbstständig an, sie legen die Eier hinein, überwachen das Schlüpfen. Das geschieht übrigens fast im Minutentakt. Alle paar Augenblicke arbeitet sich eine junge Biene durch die eben
noch verschlossene Wabe und – sie ist sofort in Aktion!

Sie arbeiten und arbeiten Den ganzen Tag schwärmen die Bienen vom Stock aus, von Frühjahr bis Herbst. So unterschiedlich wie die Nahrung, die sie dann aufnehmen, sind auch die Honigsorten: Es gibt Frühblüher, Waldhonig und so weiter. Die Bienen, die im Frühjahr schlüpfen, erleben den Herbst gar nicht. Nach
sechs Wochen sterben sie bereits. Aber für Nachwuchs ist ja gesorgt, denn die Königin legt im Sommer bis zu
2000 Eier am Tag.

Ein Artikel aus dem Quatschkopf, Ausgabe 5.
Fotos: JUHR Verlag